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Kollegen Eichenlaub und Daisy Liebau am VFRS-Informationsstand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kollegen Eichenlaub und Liebau Am Informationsstand

 

 

Am 25.10.2009 eröffnete der Bio-Energiehof Pfälzer Bergland in St. Julian (Landkreis Kusel) mit einem Tag der offenen Tür.

 

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Waldbauexkursion am 10.05.2010 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Freitag, 14. Mai 2010

Am 10.Mai traf man sich auf dem Mitfahrerparkplatz Boppard-Buchholz. Mit den Waldbautrainern Olaf Böhmer und Manfred Witz von den Landesforsten wurden verschieden Demonstrationsflächen begangen,erläutert und diskutiert.

Manfred Witz und Olaf Böhmer erläutern die Windwurffläche
Manfred Witz und Olaf Böhmer erläutern das Vorgehen auf
der Windwurffläche

Das erste Waldbild betraf die Wiederbewaldung nach dem Sturm Kyrill (2007) und jetzt auch aktuell nach Xynthia mit neuen Schäden.  Auf der Fläche wurden 60 Klumpen aus Bergahorn, Kirsche, Buche und Hainbuche gepflanzt und mit Wuchshüllen als Einzelschutz versehen; vorhandene Naturverjüngung (auch Fichte) wurde übernommen. Solche Flächen werden regelmäßig wieder aufgenommen; so kann die Wirksamkeit der Maßnahmen objektiv überprüft werden.  Am aktuellen Beispiel konnte man auch einen Eindruck von der Weiterentwicklung der Fläche in Anbetracht der neuen Schäden duch den Sturm Xynthia gewinnen.

Windwurf setzt sich fort Schhäden durch hineingefallene Krone, noch kein Handlungsbedarf
Im Vordergrund die 2008 gepflanzten Klumpen,                          Ob bei Schäden - wie hier durch eine hineingefallene Baum-
im Hintergrund neuere Windwürfe                                                krone - Handlungsbedarf besteht, ist Ermessenssache.

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Die  2001 auf terrestrischem Standort angelegte Fichten-Demonstrationsfläche mit einem aktuell 33-jährigen Bestand zeigte eindrucksvoll den Unterschied zwischen der unbehandelten Referenzfläche und der Demofläche, auf der 64 Auslesebäume/ha (nach heutiger Einschätzung noch zu viele) konsequent (bisher 3 Eingriffe) freigestellt und (2001) auf 9 m geastet. Trotz der scharfen Eingriffe traten nur geringe Schäden bei Gewitterstürmen auf; dazu, dass der Bestand von Kyrill und Xynthia verschont wurde, gehörte zugegebenermaßen auch Glück. In diesem Fall ermöglicht die Bestandesstruktur auch einen frühzeitigen Voranbau von Laubholz.

 Fichten-Demofläche      Kronenbild auf der Ficheten-Demofläche
Die Fichten-Demofläche                                                                   Die Kronen derFichten

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Dass auch bisher häufig vernachlässigte Baumarten durchaus interessante Ergebnisse bringen können, zeigt eine Demonstrationsfläche mit Vogelbeere, die aus Naturverjüngung (Sukzession nach Windwurf 1990 und missglückter Anlage einer Eichenkultur) hervorgegangen ist. Der Standort ist hier mittel staunass (ab ca. 40 cm unter Flur). Mit der Anlage der Demofläche 2006 wurden auch die Feinerschließung mit 40 m Gassenabstand sowie der erste Eingriff mit der Freistellung von 41 Auslesebäumen/ha durchgeführt; dabei wurden die Auslesebäume auch auf 5,7 m (Mittel) geastet. Der zweite Eingriff fand 2009 statt. Wie sich die zunächst kleinen Kronen nach der Freistellung entwickeln werden, bleibt abzuwarten.

Kronen auf der Vogelbeere-Nullfläche   Freigestellte Vogelbeere auf der Demofläche
Überschirmung auf der Vogelbeeren-Nullfläche                           Freigestellte Vogelbeere

Staunässemerkmale am WurzeltellerAm Wurzelteller sind Staunässeanzeichen zu sehen (leichte Marmorierung)

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Die letzte Fläche, die wir zu sehen bekamen, war eine 2001 (damals 32-jährig) angelegte Buchen-Demonstrationsfläche, auf der vorher keine Stammzahlreduktion stattgefunden hatte. Die drei Eingriffe erfolgten bei der Anlage, 2004 und 2006; geastet wurde nicht. Der Durchmesserzuwachs auf der behandelten Fläche ist mehr als doppelt so groß wie der auf der Nullfläche.  

Überschirmung in der Buchen-Nullfläche  Freigestellte Buchenkrone
Überschirmung auf der Buchen-Nullfläche                                   Krone einer freigestellten Buche

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Insgesamt haben die Demonstrationsflächen gezeigt, dass durch die Konzentration auf wenige Wertträger mit konsequenter Freistellung der Zieldurchmesser um Jahrzehnte früher erreicht werden kann, was - vor allem im Fall der Fichte - eine Begrenzung des Risikos bedeutet. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen sind durch die kürzeren Produktionszeiträume positiv. Durch die zahlreichen Demoflächen und deren objektive und teilweise auch kritische Dokumentation wurde die Möglichkeit geschaffen, die Folgen eigenen Handelns anhand von Beispielen abzuschätzen. Dass wir Freiberufler sehr zwanglos in den Austausch von Erfahrungen mit einbezogen werden, ist zum beiderseitigen Nutzen. 

Diese Exkursion war bereits die dritte dieser Art; an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an die Waldbautrainer. 

 

 

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 14. Mai 2010 )
 
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